B TURTLE – Wie und was packt man für eine mehrtägige Fahrradtour?

B TURTLE - Crowdfunding - CONDA

Eine mehrtägige Fahrradtour soll das Gefühl von Freiheit, Ungebundenheit und Leichtigkeit vermitteln. Damit das auch klappt, muss jede und jeder zu Hause schon beim Packen dafür sorgen, dass das Gepäck nicht diesen Spaß verdirbt. „Leichter“ und vor allen Dingen „weniger“ ist die Devise. Nachfolgend hat Wolfgang Dewald von „die Ruhrgebietsradler“ Empfehlungen rund ums Packen sowie alles rund um die nötige Ausrüstung für eine längere Tour zusammengefasst. Zum Schluss findet ihr auch noch seine persönliche Fahrradtour Checkliste.

Rad- und Packtaschen

Ich bin der Meinung, auch für eine mehrtägige oder mehrwöchige Tour reichen eine Lenkertasche und zwei Radtaschen am Gepäckträger aus. Wer einmal 2 große Radtaschen, 2 Lowridertaschen und eine Lenkertasche, alle prall gefüllt, in den dritten Stock einer Privatunterkunft ohne Aufzug getragen hat, wird dem sicher zustimmen. Von Strecken bergauf mit dem Rad mal ganz abgesehen. Auch dem Pedelec-Akku tut es gut, wenn das Gepäck leicht ist. Und erst am Bahnhof, wenn der Aufzug defekt ist….
Wer mit dem B TURTLE-Zeltanhänger reist, verfügt ja automatisch über großen Stauraum unterhalb des Zeltes, so dass auf schwere Packtaschen am Rad selbst gut verzichtet werden kann. Natürlich gilt auch hier, weniger ist mehr, obwohl nur gezogen, nicht getragen werden muss.
Nicht alles muss sofort perfekt sein, gute Ausrüstung ist oft auch nicht ganz billig. Es lohnt sich aber bei vielen Sachen, auf die Qualität zu achten, billig ist oft nicht preiswert.
Auf jeden Fall werden zwei hochwertige, wasserdichte Packtaschen (wenn ohne B TURTLE unterwegs) benötigt, ebenso eine Lenkradtasche, die auch ohne Hülle wasserdicht ist.
Damit die einzelnen Dinge nicht in den Tiefen der Packtaschen verschwinden, sollten sie in unterschiedlich farbigen kleinen leichten Beuteln verpackt werden, Taschen in der Tasche. Falls die beiden Radtaschen von außen nicht zu unterscheiden sind, empfiehlt es sich sie für rechts und links zu markieren. Die beiden Taschen werden immer mit denselben Dingen gefüllt.
In die Radtaschen kommen natürlich schwere Dinge und selten benutzte Sachen ganz nach unten, z.B. der Beutel mit dem Werkzeug und schmutzige Wäsche.
Um auch mal ohne Rad mobil zu sein, kann ein kleiner Leichtrucksack gut die Lenkertasche ergänzen. Er braucht kaum Platz und wiegt fast nichts. Das Problem, dass man Radtaschen nicht gut tragen oder als Rucksack benutzen kann, wird wohl nie wirklich befriedigend gelöst werden.

Lenkertasche

In die Lenkertasche kommen: Geld, Papiere, Handy, Taschenmesser und Kombination Löffel/Gabel, Sonnenbrille, kleine Tube Sonnencreme, Sonnenmütze, Handschuhe, Pflaster.
Die Lenkertasche hat einen Trageriemen, so nehme ich sie auf kurze Erkundungstouren zu Fuß mit und lasse die Packtaschen am Rad. Bis jetzt war mein Vertrauen, dass nichts wegkommt, berechtigt. Man kann die Radtaschen noch mit ganz leichten Schlössern sichern, die aus einem langen dünnen Draht und ein Zahlenschloss bestehen. Das schützt zumindest gegen das schnelle Wegnehmen der Taschen, auch wenn man das Rad durch den Bahnhof schiebt.

Bekleidung

Kleidungsstücke müssen leicht, praktisch, gut waschbar und schnelltrocknend sein. Inzwischen ist das Angebot an Kleidung, die diese Kriterien erfüllt, so groß, dass dann auch noch weitere Wünsche realisiert werden können: modisch, fair produziert, bezahlbar.
Radhosen mit Sitzpolster sollte man nicht direkt vor der Radtour neu kaufen sondern sicher sein, dass man mit ihnen gut klar kommt.
Sehr angenehm sind Kleidungsstücke aus Merino-Wolle, vor allem T-Shirts: wärmend bei Kälte, nicht schweißtreibend bei Wärme, nicht müffelnd. Auch die praktischen Schlauchtücher für den Kopf gibt es aus Merinowolle. Hosen und Unterhosen sind leider nicht ausreichend stabil.
Zipp-Off-Hosen und Hemden gibt es aus Kunstfaser, die sich wie Baumwolle anfühlt.

Regenkleidung

Auch für Regenkleidung gibt es immer persönliche Vorlieben. Mir sind am wichtigsten: eine gute Regenjacke, Gamaschen und Rainlegs, die die Beine halb bedecken. Ich ziehe eine Regenhose nur an, wenn es gar nicht anders geht, Ponchos mag ich gar nicht.
Schuhe
Persönliche Vorlieben bestimmen den Typ der Radschuhe: Mit oder ohne Klicksystem, feste Schuhe oder Halbschuhe. Ich persönlich mache wirklich lange Radtouren am liebsten mit festen Wanderschuhen. Kein Luxus ist ein zweites Paar Schuhe, natürlich möglichst leicht.
Werkzeug Fahrradtour
Werkzeug sollte man das mitnehmen, mit dem man auch umgehen kann: Multitool fürs Rad, verstärkte Reifenheber aus Kunststoff, Ersatzschlauch, Flickzeug falls der Ersatzschlauch auch einen Platten bekommt, eine kleine Luftpumpe von der man weiß dass man mit ihr klarkommt, etwas Kettenöl und Kettenschlösser. Ferner ein paar Kabelbinder und Isolierband für Unvorhergesehenes. Als Luxus habe ich manchmal noch die Miniwasserzange von Knipex dabei.
Getränkehalterungen / Lebensmittelaufbewahrung
Ich habe immer eine gute, schlanke Thermoskanne (0,75 l) und Teebeutel mit. Sie hält den Tee einen ganzen Tag heiß. Heißes Wasser bekommt man überall wenn man fragt. Und es gibt verstellbare Getränkehalter, in die sie für den Transport an das Rad passt.
Nicht schlecht ist eine wasserdichte Dose aus leichtem Edelstahl, in der man mal Lebensmittel aufbewahren kann.

E-Bike Camping

Das Gepäck ist abhängig von der Art der Unterkunft. Wenn man Camping macht, kommt automatisch mehr Ausrüstung dazu. Ich unterscheide zwei Arten von Camping:

Camping minimalistisch:
Gerade alleine zu reisen treibt Übernachtungskosten oft enorm in die Höhe. Dann ist das Zelten während einer Fahrradtour eine gute Alternative. Auch das Gefühl, noch mehr draußen in der Natur zu sein ist sehr schön. Ich habe ein Minizelt, das komplett inkl. Erdnägeln aus Alu gut ein Kilo wiegt, einen Schlafsack und eine Liegematte, beides mit ganz kleinen Packmaßen und Gewicht.
Daune ist von der Wärme und Größe her ideal, ich ziehe aber Kunstfaser wegen der einfacheren Pflege und Unempfindlichkeit bei Nässe vor.
Die Küche besteht aus einem Gaskocher und einem kleinen Topf.
Mit dieser Ausrüstung reichen mir dann immer noch zwei Radtaschen und die Lenkertasche. Für ganz lange Touren über 4 Wochen kommt noch eine Rahmentasche hinzu.
Und wenn das Wetter ganz miserabel ist, suche ich mir eine Pension oder Hotel. So fühle ich mich immer noch in erster Linie frei, unbeschwert und flexibel und die Ausrüstung hat kaum Einfluss auf die Länge und Führung der Strecke.

Camping mit Komfort:
Einer der Vorteile des B TURTLE ist der Komfort, Platz und Raum, den es bietet. Diesen Komfort setzt man dann auch gerne bei der Ausrüstung fort, das Gewicht ist ja automatisch schon höher und die Strecken sind darauf ausgerichtet, evt. hilft auch der Motor des E-Bikes.
Solar-Lampe, Stuhl und Tisch aus Alu, bequeme Liegematten und bessere Küchenausstattung, alles passt gut in die riesige Wanne des B TURTLE. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Ich rate trotzdem dazu, klein anzufangen und das Gewicht nicht explodieren zu lassen. Jedes Teil, das Komfort erhöht, hat Gewicht, kostet Geld beim Kauf und Zeit beim Auf- und Abbau, kann verloren oder kaputt gehen und muss gesäubert werden.

Sonstige Tipps und Tricks

Ich finde eine durchsichtige wasserdichte Tasche auf dem Deckel der Lenkertasche praktisch für Notizen, Name und Adresse der nächsten Unterkunft, in den Niederlanden die Liste mit den Knoppunten, evt. eine Landkarte oder auch mal das Handy mit Google Maps oder das Bikeline-Heft. Fürs Navigieren kommen das Navi, alternativ das Smartphone mit Halterung natürlich direkt an den Lenker.
Das sind alles Vorschläge, die auf meinen Erfahrungen basieren. Auf vielen Radtouren habe ich über die Jahre immer weiter optimiert und vor allem reduziert.
Selbstverständlich kann man auch ganz anders denken: Radtaschen sind doof, alles kommt direkt an den Rahmen oder in den Rucksack, oder, oder. Das ist dann Geschmackssache.

Die Packliste

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